Donauwörth l pm l Mit der Gründung der Elternschule und einer vollkommenen Umstrukturierung des Hebammendienstplanes setzt die Entbindungsstation an der Donau-Ries-Klinik Donauwörth konsequent auf Patientenorientierung.
„Mit der Elternschule haben sich bei uns im Hause die verschiedenen Berufsgruppen zusammengeschlossen, um über Themen rund um das Elternwerden und Elternsein umfassend zu informieren" erklärt das Hebammenteam Heike Eber, Corinna Heilbronner, Nadine Müller, Corinna Rickl und Brigitte Späth. Und diese Elternschule, sagt Rickl, mache mittlerweile selbst Schule: „Seit der Gründung unserer Elternschule vor zweieinhalb Jahren habe ich schon viele Hebammen anderer Häuser beraten, die ebenfalls etwas Vergleichbares ins Leben rufen wollen".
Weniger Wechsel
Als ein wahrer Glücksgriff habe sich inzwischen auch die grundsätzliche Umstrukturierung des Hebammen-Dienstplans in Donauwörth erwiesen. „Im Team arbeiten wir nun zu fünft und leisten zwölf beziehungsweise 24 Stunden Dienst, um häufige Hebammenwechsel während einer Geburt zu vermeiden, die bei einem normalen Acht-Stunden-Schichtdienst an der Tagesordnung sind", erklärt sie dies. Im Rufdienst halte sich zusätzlich eine zweite Hebamme rund um die Uhr zur Verfügung, um eine „1 zu 1-Betreuung"
zu ermöglichen. Dies ist ein klarer Wettbewerbsvorteil gegenüber vergleichbaren Kliniken, betont Rickl. Denn laut sonst üblichem Stellenschlüssel der Kliniken habe eine Hebamme in der Regel 160 Stunden Zeit für zehn Geburten. „Unsere Betreuung sieht zum Beispiel in einem Dienstplan vor, in 240 Stunden an Vorder- und Hintergrunddiensten lediglich sieben Frauen während der Entbindung zu betreuen". Vereinfacht ausgedrückt: „Wir können uns mehr als doppelt so viel Zeit für eine Patientin nehmen, als das sonst üblich ist". Ein weiteres Plus der Donauwörther Entbindungsstation: Nach Sympathie, Wohnortnähe und auch Ausbildungsschwerpunkten könnten sich die Frauen die Hebamme ihrer Wahl für die Betreuung während der Schwangerschaft oder im Wochenbett aussuchen.