Von renate Beier
Donauwörth Die Diagnose Krebs ist eine erschütternde Nachricht sowohl für die Betroffenen als auch für ihre Angehörigen. Umso wichtiger ist es, dass sich die Patienten bei ihrem harten Kampf gegen die Krankheit in guten Händen bei einer optimalen Behandlung wissen. Die Voraussetzungen hierfür wurden jetzt mit der Inbetriebnahme der Onkologischen Gemeinschaftspraxis von Dr. Dirk Hempel, Dr. Stephan Hochdörfer und Dr. Bernd Schönberger an der Donau-Ries-Klinik in Donauwörth geschaffen.
Weihe der neuen Räumlichkeiten
Bei der von der Musikgruppe Take Three umrahmten Feierstunde am gestrigen Mittwoch weihten Dekan Pfarrer Ottmar M. Kästle und Dekan Reinhard Freund die neuen Räumlichkeiten an der Neudegger Allee 10. Landrat Stefan Rößle konnte fast 100 Gäste im extra errichteten Festzelt begrüßen, die vor der Feierstunde ausgiebig die Möglichkeit nutzten, sich in der Onkologischen Praxis umzuschauen. Die Resonanz war überaus positiv. Auch der Donauwörther Oberbürgermeister Armin Neudert zeigte sich begeistert: Der Gesundheitsstandort Donauwörth wird durch die Onkologische Praxis aufgewertet.
Das vom Innenarchitekturbüro Kolb umgesetzte Farbkonzept strahlt Wärme aus und signalisiert bereits im großzügig gestalteten Empfangsbereich das Gefühl, hier gut aufgenommen zu sein. Grün- und Orangetöne dominieren auch in den liebevoll eingerichteten Behandlungszimmern. Ich darf Sie als Mieter und Betreiber recht herzlich zum Bezug des Gebäudes beglückwünschen. Alle warten darauf, dass Sie hier Ihre Tätigkeit aufnehmen, betonte Landrat Stefan Rößle.
Und bereits am heutigen Donnerstag werden elf Patienten behandelt werden können. Zur Chemotherapie müssen Betroffene jetzt nicht den weiten Weg nach Rehling oder Augsburg auf sich nehmen, sondern können in Donauwörth behandelt werden. Das minimiere auch Kosten im Gesundheitswesen. Durch die erhebliche Verringerung der Transportkosten können 50 000 Euro eingespart werden, berichtete der Landrat.
In Rekordzeit wurde das Projekt realisiert. Von der Beratung bis zur Einweihung habe es noch nicht einmal ein Jahr gedauert. Wurde am Kölner Dom noch 600 Jahre gebaut, haben wir die Onkologie in sechs Monaten hochgezogen, so Architekt Wolfgang Obel in seiner launigen Rede.
Rund 900 000 Euro hat der Bau gekostet
Mit einer Bausumme von 900 000 Euro wurde die geplante Bausumme von 1,2 Millionen Euro deutlich unterschritten, informierte Stefan Rößle. Der Dank der Redner am gestrigen Nachmittag ging an alle Beteiligten, die dazu beigetragen haben, dass das Projekt Onkologie an der Donau-Ries-Klinik so schnell in die Tat umgesetzt werden konnte. Vielen Dank an alle, die mitgewirkt haben, betonte auch Dr. Dirk Hempel in seiner Ansprache an die Gäste aus Politik, der Verwaltung, dem Gesundheitswesen und der beteiligten Firmen.
Auch die Radiologie wird derzeit erweitert
Mit der Fertigstellung der Onkologie ist an der Donau-Ries-Klinik ein weiterer Schritt zum sogenannten Gesundheitszentrum Donauwörth realisiert worden.
Da die derzeitige Radiologie mehr als ausgelastet ist, ist hier ein Anbau vorgesehen. Mit der Baumaßnahme wurde inzwischen begonnen.