Oettingen (spen) - In Deutschland erkranken pro Jahr über 44 000 Menschen an Lungenkrebs. Bei Männern ist der Lungenkrebs der mit Abstand häufigste bösartige Tumor, bei Frauen nach dem Brustkrebs die zweithäufigste Krebserkrankung. Über Therapiemöglichkeiten, über Ursachen und Symptome dieser tückischen Krankheit sowie über die Gesundheit von Lunge und Atemwegen informierte jetzt anlässlich des 12. Deutschen Lungentages die Donau-Ries-Klinik Oettingen.
Im Blickpunkt stand der Leistungsumfang der pneumologischen Fachabteilung - eines der Spezialgebiete der Oettinger Klinik.
In einem Vortrag referierte zunächst Chefarzt Dr. Helmut Kern zum Thema Lungenkrebs. Lungenkrebs, betonte er, sei die häufigste Todesursache unter den bösartigen Tumoren. Jährlich würden in Deutschland circa 39 000 Menschen an Lungenkrebs (Bronchialkarzinom) sterben.
Zahl der Erkrankungen sprunghaft gestiegen
In den vergangenen 50 Jahren habe die Zahl der Erkrankungen um 250 Prozent zugenommen. „Ungefähr 85 bis 90 Prozent aller Lungenkrebspatienten sind oder waren Raucher.“ Bis zu ihrem 75. Lebensjahr würden rund 16 Prozent der 20 Millionen Raucher in Deutschland an Lungenkrebs versterben. Unter den Nichtrauchern seien es dagegen nur 0,4 Prozent.
Damit, fuhr Kern fort, sei das Risiko für einen Raucher, an Lungenkrebs zu sterben, 40-mal so hoch wie bei einem Nichtraucher. „Am wichtigsten beim Lungenkrebs ist eine frühzeitige Diagnosestellung“, hob Kern hervor. Als zentrales Alarmzeichen - vor allem bei Rauchern - wies Kern auf länger als drei Wochen anhaltenden Husten hin. Weitere Symptome: Auswurf, Atemnot, Fieber, Schmerzen im Brustkorb oder Heiserkeit.
Sowohl eine gründliche Diagnosestellung mithilfe der Lungenspiegelung, als auch eine umfassende Behandlung des Lungenkrebses seien an der Oettinger Klinik möglich, betonte der Chefarzt.
Nach dem Vortrag konnte, wer wollte, sich einer Lungenfunktionsprüfung oder Herzultraschalluntersuchung unterziehen. Weiterhin gab es die Möglichkeit, sich über den Gebrauch von inhalativen Medikamenten zu informieren oder das Schlaflabor zu besichtigen. Eine Firmenausstellung, Angebote der Hilfsmittelversorgung und Infos von Frau Gimpel vom Deutschen Allergie- und Asthmaverbund vervollständigten die breite Informationspalette.