Endoprothetik

Wir sind als EndoProthetikZentrum (EPZ) zertifiziert.

 

Liebe Patientin, lieber Patient!

Arthrose (Gelenkabnutzung) ist die am häufigsten auftretende Gelenkerkrankung weltweit. Im Laufe ihres Lebens sind fast alle Menschen mehr oder weniger stark von Arthrose betroffen. Dabei sind die am meisten beanspruchten Gelenke v.a. das Hüft-, Knie- und Schultergelenk.

Mit der Zeit nutzt sich die Knorpelschicht des Gelenks ab. Der Gelenkverschleiß führt bei weiterem Fortschreiten zu Schäden an Knochen, Muskeln und Nachbargelenken.  Die Abnutzungserscheinungen bei Arthrose sind schmerzhaft.

Arthrose ist leider nicht heilbar. Man kann lediglich die Beschwerden lindern und das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen. Sie haben hierzu sicherlich konservative Behandlungen wie Krankengymnastik, physikalische Anwendungen oder auch spezielle Medikamente gewählt, um die Beweglichkeit wieder herzustellen und die Schmerzen bei Bewegungen für sie erträglich zu gestalten.

Sind jedoch diese Möglichkeiten ausgeschöpft oder ist es schon zu erheblichen Bewegungseinschränkungen oder Fehlstellungen gekommen, kann das erkrankte Gelenk durch ein gut funktionierendes Kunstgelenk, eine sog. Endoprothese, ersetzt werden.

Hierzu haben Sie bestimmt noch viele Fragen. Diese Seite enthält daher wichtige Informationen zum künstlichen Gelenkersatz und zur Nachbehandlung.

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Unser Team möchte Sie jederzeit mit Sachverstand, Rat und Tat begleiten und Ihnen helfen, sich bestmöglich auf Ihr Leben mit einem künstlichen Gelenk vorzubereiten.

Eine telefonische Terminvereinbarung für unsere Sprechstunde ist hierzu jederzeit unter Tel.: 0906 782-1051 möglich.

Mit freundlichen Grüßen.

Ihr Prof. Dr. med. Alexander T. Wild mit Team

Sie bekommen ein neues Hüftgelenk

Sie bekommen ein neues Kniegelenk 

Sie bekommen ein neues Schultergelenk

 

 

 

 

 

Hüftgelenk

 

Was ist eine Hüft-TEP (Totalendoprothese)?

Die Bestandteile des natürlichen Hüftgelenks werden durch künstliche Materialien ersetzt. Daher spricht man auch von einer sog. Endoprothese (griech. endo =„innen“).

Aus was besteht eigentlich eine Hüft-TEP (Totalendoprothese)?

Die Hüft-TEP selbst besteht wie das natürliche Gelenk aus einem rundem Hüftkopf und aus einer schüsselförmigen Hüftpfanne. Der neue Hüftkopf (meist aus Keramik) sitzt auf einem Stiel, der im Oberschenkelhalsknochen befestigt wird (Hüftschaft). Dieser Stiel ist normalerweise aus Titan, genau so wie die Hüftpfanne. Diese wird dann entweder mit Polyethylen/Kunststoff oder Keramik ausgekleidet (Pfanneneinsatz).

Welche Materialien werden für ein künstliches Hüftgelenk (sog. Endoprothese) verwendet?

Die Werkstoffe müssen bei den Gleitpaaren einen möglichst geringen Abtrieb besitzen, um vorzeitige Abnutzungserscheinungen zu vermeiden.

In den meisten Fällen bestehen die Teile der Hüftprothese, die direkt mit dem Knochen in Kontakt treten aus einer Titanlegierung. Der Hüftkopf besteht in der Regel aus Keramik. Der Einsatz in der Pfanne besteht aus dem Kunststoff Polyethylen oder Keramik. In einigen Sonderfällen können auch andere Materialien verwendet werden.

Wie wird eine Hüftprothese im Knochen verankert?

Sowohl der Hüftschaft als auch die Hüftpfanne können mit oder ohne Zement sicher befestigt werden. Vorrangige Implantationsform ist die nicht zementierte Hüft-TEP.

Welche Art der Verankerung einer Hüftprothese ausgewählt wird, hängt dabei unter anderem von der Knochenqualität, der körperlichen Aktivität, dem Alter und dem Gesundheitszustand des jeweiligen Patienten ab.

Welche Voruntersuchungen sind vor einer möglichen Operation notwendig?

Dies ist am besten in unserer Sprechstunde zu klären. Eine Röntgenuntersuchung – sowie ein Aufklärungs- und Beratungsgespräch ist dabei zwingend notwendig. Auf diese Weise soll festgestellt werden, ob Sie tatsächlich ein künstliches Hüftgelenk benötigen.

Wie wäre das Vorgehen im Falle einer Operation?

Eine Terminierung zu einer stationären Aufnahme würde noch in unserer Sprechstunde erfolgen. Mit Bekanntgabe des Operationstermins lässt sich bereits im Vorfeld durch unseren Sozialdienst eine Anschlussheilbehandlung organisieren.

Denn der Erfolg einer Hüftoperation und der weitere Heilungsprozesses hängen zu einem großen Teil von der Rehabilitationsfähigkeit des Patienten selbst ab. Im Vorfeld einer Operation können Sie dies selbst verbessern, indem Sie z.B. auf Nikotin verzichten und ihr Körpergewicht reduzieren.

Patienten, die regelmäßig blutgerinnungshemmende Medikamente wie ASS, Marcumar, Pradaxa o.ä. einnehmen müssen, sollten rechtzeitig vor dem geplanten Operationstermin Kontakt mit ihrem behandelnden Arzt aufnehmen. Bei einem Teil der Patienten muss man die Art des Medikamentes wechseln, bei einem weiteren Teil kann man diese Medikamente vorübergehend absetzen, um ein erhöhtes Blutungsrisiko während der Operation zu vermeiden.

 Welches sind einige mögliche Komplikationen und/oder Risiken einer Operation?

 -  Hämatom/Blutung:

  • Trotz Verwendung von Drainagen kann sich ein Hämatom bilden. Patienten mit blutverdünnenden Medikamenten haben eine höhere Wahrscheinlichkeit. Aber nur in absoluten Ausnahmefällen ist eine erneute Hüft-Operation notwendig.

-  Thrombose:

  • Während des stationären Aufenthaltes erhalten die Patienten ein Medikament zur Thromboseprophylaxe. Zusätzlich muss jeder Patient am Tag nach der Operation aufstehen und gehen. Trotz dieser Vorbeugungsmaßnahmen kann jedoch eine Venenthrombose auftreten.

-  Infektion:

  • Die Wahrscheinlichkeit liegt bei unter 1%.

-  Luxation:

  • Nach der Versorgung mit einem Hüftgelenkersatz kann es bei einem Sturz oder einer übermäßigen Bewegung zum Ausrenken (Luxation) des Gelenkes kommen.

-  Verkalkung:

  • In etwa 5% der Fälle treten Kalkeinlagerungen in der umliegenden Muskulatur auf. Daher wird in unserer Klinik ein Medikament nach der Operation für den gesamten stationären Aufenthalt zur Vermeidung eben dieser Verkalkungen gegeben.

Wie ist die Nachbehandlung und auf was muss man achten?

Wesentlicher Teil der Nachbehandlung ist die Krankengymnastik. Dabei geht es um eine Kräftigung der hüftumgreifenden Muskulatur, um die Wiederherstellung eines sicheren Gangbildes. Zusätzlich erfährt der Patient, auf welche Bewegungen er in Zukunft verzichten muß, um nicht ein Auskugeln des Gelenkes zu provozieren. Mit zunehmender Sicherheit geht es um die weitere Steigerung der Gehstrecke und der Ausdauer. Abhängig vom Trainingserfolg und den zuvor ausgeübten Sportarten kann im Rahmen der ersten Nachkontrolle besprochen werden, wann und mit welcher Intensität der Sport wieder ausgeübt werden kann.

Sind im weiteren Verlauf regelmäßige Vorstellungen beim Orthopäden notwendig?

Es ist ratsam, sich nach der Hüft-Operation regelmäßigen Nachsorgeuntersuchungen und Röntgenkontrollen zu unterziehen. Üblich sind Kontrolluntersuchungen z.B. 3 Monate; 1, 2 und 5 Jahre nach der Operation.

 

Kniegelenk

Was ist eine Knie-TEP (Totalendoprothese)?

Hierbei spricht man bei einem kompletten Oberflächenersatz – auch bikondyläre Schlittenprothese, Doppelschlitten oder Knietotalendoprothese bzw. Knie-TEP genannt. Falls die Arthrose nur eine Hälfte des Kniegelenkes betrifft, kann auch nur die betroffene Hälfte mit einem sog. Monoschlitten behandelt werden

Aus was besteht eigentlich eine Knie-TEP (Totalendoprothese)?

Auch hier handelt es sich wie beim Hüftgelenk um einen vollständigen Gelenkersatz. Es werden dabei alle defekten Gelenkanteile mit einem Oberflächenersatz überkront und so künstlich ersetzt. Dazu zählen die Gelenkflächen des Oberschenkelknochens, des Schienbeins und gelegentlich sogar der Rückseite der Kniescheibe.

Welche Materialien werden verwendet?

Es werden im allgemeinen spezielle Metalle und Kunststoffe (Polyethylen) verwendet. Die Metalle, die bei einer Knieprothese am meisten verwendet werden sind Kobalt-Chrom-Legierungen. Bei Patienten mit einer Metallallergie, zum Beispiel einer Nickelallergie, werden Sonderanfertigungen mit einer speziellen Beschichtung oder aus Titanlegierungen verwendet. Die Gleitkomponenten einer Knieprothese bestehen in der Regel aus Spezialkunststoffen wie etwa Polyethylen.

Wie wird eine Knieprothese im Knochen verankert?

Vorrangige Implantationsform ist die zementierte Knie-TEP. Welche Art der Verankerung einer Knieprothese ausgewählt wird, hängt dabei unter anderem von der Knochenqualität, der körperlichen Aktivität, dem Alter und dem Gesundheitszustand des jeweiligen Patienten ab.

Welche Voruntersuchungen sind vor einer möglichen Operation notwendig?

Dies ist am besten in unserer Sprechstunde zu klären. Eine Röntgenuntersuchung – sowie ein Aufklärungs- und Beratungsgespräch ist dabei zwingend notwendig. Auf diese Weise soll festgestellt werden, ob Sie tatsächlich ein künstliches Kniegelenk benötigen.

Wie wäre das Vorgehen im Falle einer Operation?

Eine Terminierung zu einer stationären Aufnahme würde noch in unserer Sprechstunde erfolgen. Mit Bekanntgabe des Operationstermins lässt sich bereits im Vorfeld durch unseren Sozialdienst eine Anschlussheilbehandlung organisieren.

Denn der Erfolg einer Knieoperation und der weitere Heilungsprozesses hängen zu einem großen Teil von der Rehabilitationsfähigkeit des Patienten selbst ab. Im Vorfeld einer Operation können Sie dies selbst verbessern, indem Sie z.B. auf Nikotin verzichten und ihr Körpergewicht reduzieren.

Patienten, die regelmäßig blutgerinnungshemmende Medikamente wie ASS, Marcumar, Pradaxa o.ä. einnehmen müssen, sollten rechtzeitig vor dem geplanten Operationstermin Kontakt mit ihrem behandelnden Arzt aufnehmen. Bei einem Teil der Patienten muss man die Art des Medikamentes wechseln, bei einem weiteren Teil kann man diese Medikamente vorübergehend absetzen, um ein erhöhtes Blutungsrisiko während der Operation zu vermeiden.

Welches sind einige mögliche Komplikationen und/oder Risiken einer Operation?

 Zu den allgemeinen Komplikationen gehören Schwellungen und Schmerzen. Durch die Gabe von Schmerzmedikamenten lassen sich diese aber im Rahmen des Krankenhausaufenthaltes gut einstellen. Um Thrombosen in den Beinen vorzubeugen, erfolgt die Mobilisation ab dem ersten Tag nach der Operation und die medikamentöse Thromboseprophylaxe.

Neben den allgemeinen Operationsrisiken können nach der Knie-Operation auch Komplikationen auftreten, die speziell das künstliche Kniegelenk betreffen. Dazu gehört u.a. eine überschießende Vernarbung der Kniegelenkkapsel, die zu einer Verschlechterung der Beweglichkeit führt.

Darüber hinaus ist es auch möglich, dass sich die Knieendoprothese aufgrund übermäßiger Belastung, Osteoporose oder einer Stoßeinwirkungen lockert.

Wie ist die Nachbehandlung und auf was muss man achten?

Die Mobilisation und Rehabilitation des künstlichen Kniegelenks beginnt am ersten Tag nach der Operation. Dies beginnt mit Bewegungsübungen und dem Aufstehen unter Anleitungen eines Physiotherapeuten. Es folgt eine Gehschule unter Verwendung eines Gehwagens. Je nach Erholung und Kraft der Muskulatur kann dann entweder auf freies Gehen oder Gehen mit Unterarmgehstützen gewechselt werden.

Nach dem etwa zweiwöchigen Krankenhausaufenthalt beginnt die Anschlussheilbehandlung. Ziel der Anschlussheilbehandlung ist vor allem der Aufbau der Muskulatur und die Steigerung der Mobilität des Patienten. Eine ambulante Weiterführung der Anschlussheilbehandlung nach Abschluss der vierwöchigen Rehabilitationsmaßnahme in Form von Krankengymnastik ist ratsam.

Die Aufnahme sportlicher Aktivitäten sind etwa drei Monate nach der Operation möglich, genaueres kann im Rahmen der ersten Kontrolluntersuchung festgelegt werden. Allerdings sollten Sportarten mit häufigen Stoßbelastungen oder Belastungen mit abruptem Richtungswechsel vermieden werden.

Sind im weiteren Verlauf regelmäßige Vorstellungen beim Orthopäden notwendig?

Es ist ratsam, sich nach der Knie-Operation regelmäßigen Nachsorgeuntersuchungen und Röntgenkontrollen zu unterziehen, um etwaige Lockerungen oder Verschleißerscheinungen der Implantate frühzeitig zu erkennen. Üblich sind Kontrolluntersuchungen z.B. 3 Monate; 1, 2 und 5 Jahre nach der Operation.

 

 

Schultergelenk

Was ist eine Schulterendoprothese ?

Abhängig von der Ursache der Schultergelenkabnützung (Omarthrose) oder der Art des Knochenbruches kommen verschiedene Arten der Schulterendoprothesen zum Einsatz. Die Möglichkeiten reichen dabei von einer Überkronung des Oberarmkopfes (Kappenprothese) über den Ersatz der Oberarmkopfes (Hemiprothese) bis hin zum kompletten Ersatz des Gelenkes (Schultertotalendoprothese). Hierbei werden alle Teile des Schultergelenks, also die Gelenkfläche des Oberarmkopfes (Humeruskopf) und die der Schulterpfanne (Glenoid) durch eine Endoprothese ersetzt. Dies kann in anatomischer Form oder als inverse Schulter TEP mit vertauschter Position von Kopf und Pfanne erfolgen.

Welche Art der operativen Versorgung für Sie geeignet ist, kann nur im Rahmen der ambulanten Untersuchung und eventueller Zusatzuntersuchungen festgestellt werden.

Aus was besteht eigentlich eine Schulter-TEP (Totalendoprothese)?

Eine Schultertotalendoprothese ist dem natürlichen menschlichen Schultergelenk nachempfunden und setzt sich aus ein bis drei Kompomenten zusammen:

  • einer Oberarmkopfkompomente,
  • einem Prothesenschaft und
  • einer künstlichen Schulterpfanne (Glenoidersatz).

Welche Materialien werden verwendet?

Da ein künstliches Schultergelenk dauerhaft im Körper verbleiben soll, verwendet man die bewährten Materialien aus der Hüft- und Knieendoprothetik. Normalerweise besteht der Prothesenschaft aus einer Titanlegierung, der Oberarmkopf aus einer Chrom- Kobaltlegierung und die Schulterpfanne aus Polyethylen (Kunststoff).

Wie wird eine Schulterprothese im Knochen verankert?

Die Verankerung einer Schulterprothese wird im Bereich des Oberarmschaftes meistens zementfrei durchgeführt. Die Schulterpfanne wird überwiegend einzementiert.

Die verschiedenen Arten der Verankerung können bei einer Schulterprothese unterschiedlich miteinander kombiniert werden. Welche Art der Verankerung bei einer Schulterprothese zum Einsatz kommt, hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie Knochenqualität, Patientenalter, des Verschleißes des Knorpels und Knochens und das Ausmaß der Schädigung der Rotatorenmanschette (= schulterumgebende Muskulatur). Die Entscheidung fällt der Operateur nach der Auswertung verschiedener Voruntersuchungen (u.a. Röntgen, Computertomographie) und in Absprache mit dem Patienten.

Welche Voruntersuchungen sind vor einer möglichen Operation notwendig?

Dies ist am besten bei der Untersuchung in unserer Sprechstunde zu klären. Eine Röntgenuntersuchung – sowie ein Aufklärungs- und Beratungsgespräch ist dabei zwingend notwendig. Auf diese Weise soll festgestellt werden, ob Sie tatsächlich ein künstliches Kniegelenk benötigen.

Wie wäre das Vorgehen im Falle einer Operation?

Eine Terminierung zu einer stationären Aufnahme würde noch in unserer Sprechstunde erfolgen. Mit Bekanntgabe des Operationstermins lässt sich bereits im Vorfeld durch unseren Sozialdienst eine Anschlussheilbehandlung organisieren.

Der Erfolg der Operation und der weitere Heilungsprozesses hängen zu einem großen Teil von der Rehabilitationsfähigkeit des Patienten selbst ab. Im Vorfeld einer Operation können Sie dies verbessern, indem Sie z.B. auf Nikotin verzichten und ihr Körpergewicht reduzieren.

Patienten, die regelmäßig blutgerinnungshemmende Medikamente wie ASS, Marcumar, Pradaxa o.ä. einnehmen müssen, sollten rechtzeitig vor dem geplanten Operationstermin Kontakt mit ihrem behandelnden Arzt aufnehmen. Bei einem Teil der Patienten muss man die Art des Medikamentes wechseln, bei einem weiteren Teil kann man diese Medikamente vorübergehend absetzen, um ein erhöhtes Blutungsrisiko während der Operation zu vermeiden.

Welches sind einige mögliche Komplikationen und/oder Risiken einer Operation?

Komplikationen können während und nach der Schulter-OP zur Implantation des künstlichen Schultergelenks auftreten, sind aber eher selten. Dennoch besteht wie bei allen operativen Eingriffen auch bei einer Schulter-Operation ein gewisses Restrisiko für Nachblutungen und Blutergüsse im Operationsgebiet, Wundheilungsstörungen mit starken Schmerzen oder Entzündungen, bakterielle Infektionen, Narbenbildungen, Schmerzen und Schwellungen sowie die Bildung von Blutgerinnseln (Thrombosen) in den Beinen.

Weitere Komplikationen, die möglicherweise während der Schulter-OP auftreten können, sind Knochenverletzungen und Verletzungen von in der Nähe des Schultergelenks verlaufenden Nerven.

Wie ist die Nachbehandlung und auf was muss man achten?

Der stationäre Krankenhausaufenthalt nach der Operation zur Implantation einer Schulterprothese dauert in der Regel 10 bis 12 Tage. Mit der physiotherapeutischen Nachbehandlung und Mobilisation des Schultergelenks wird bereits während des stationären Aufenthaltes begonnen, um den Muskelaufbau, die Koordination und die Beweglichkeit im Schultergelenk frühzeitig zu fördern. Sie besteht vorwiegend aus passiver Krankengymnastik. Auch eine sogenannte Schulter-Motorschiene, auf der das operierte Schultergelenk nach einem eingestellten Ausmaß bewegt wird, kann zum Einsatz kommen. Meist wird der Arm zur Entlastung in den ersten 6 Wochen auf einem speziellen Kissen gelagert.

In den ersten 6 Wochen nach der Operation, dürfen die Schulter und der Arm nur eingeschränkt bewegt und nicht belastet werden. Nur so kann eine optimale Heilung der bei der Operation durchtrennten Muskeln und Sehnen gewährleistet werden.

Etwa 6 Wochen nach der Operation kann mit Bewegungen und Belastungen des künstlichen Schultergelenks begonnen werden. Das Tragen eines Kissens ist dann nicht mehr notwendig.